The Finisher #001: Hövels Bier meets Isle of Arran Malt

Zum Jahresausklang wird es mal wieder Zeit für ein Update über die eigentliche Intention dieses Blogs, das Finishen von Whiskys. Das Fass Nr. 2018_01 erhielt Mitte des Jahres eine Füllung durch das Dortmunder Bier Hövels, welches für seine intensiven malzigen Noten bekannt ist. Nach der zwischenzeitlichen Erneuerung des Impfstoffes zog dieser kurz vor Weihnachten aus und der Malt The Bothy von den Isle of Arran Distillers ein. Hier folgen nun die ersten Notes nach zehn Tagen Reifung im Fass:

 

Farbe: Noch kein großer Unterschied, die Nachreifung hat einen etwas intensiveren Goldton
Links Nachreifung, rechts OriginalNase: Der gefinishte Whisky zeigt zu Beginn sehr intensiv die Hövels typischen malzig würzigen Noten, nach einiger Zeit lichten sich diese und der Charakter des The Bothy kommt hervor: süße Vanille,  Toffey und blumige Noten.  Die Nachreifung von der Würzigkeit her etwas intensiver. Lässt man den Whisky einige Zeit stehen kommen die kantigen und fruchtigen Noten des Bieres wieder hervor und erhöhen auf angenehme Weise die Komplexität. 
Geschmack: Der nachgereifte Whisky startet extrem Mild und gibt dann umso mehr Würze ab, die Intensität des Alkohols hat etwas abgenommen. Das Original startet intensiv und lässt dann nach, beim Hövels-Finish ist es umgekehrt. Die intensiven Zitrusnoten des Originals finden sich auch in der nachgereiften Version, werden jedoch alsbald von der Eiche abgelöst.                                                                            
                                                                                                                                      
Abgang: Wie bereits im Geschmack beschrieben wird der nachgereifte Whisky immer intensiver, dies resultiert auch in einem deutlich längeren Abgang. Hier machen sich zwar (noch) keine Hövels-Noten bemerkbar, die Würze aus dem Fass der französischen Limousineiche kommt jedoch sehr deutlich zum Tragen. 
Fazit: Äußerlich würde man denn Inhalt beider Gläser für denselben Whisky halten, geschmacklich hat sich jedoch bereits nach 10 Tagen einiges getan. Das Hövels, welches als Ausgangsstoff verwendet wurde beeinflusst bisher vor allem die nasalen Noten, das Fass hatte einen ordentlichen Einfluss auf den Geschmack. Ein guter Whisky wurde bisher deutlich besser, einige Tage im Fass darf er aber noch verweilen. Stay tuned!

 


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