Tasting Notes #025: Glen Moray (Douglas Laing - Old Particular)

Auf der Whisky'n'more habe ich von Andre (andresfeinenotes.de, vielen Dank bereitsan dieser Stelle!) ein Sample des Glen Moray von Douglas Laing bekommen, welcher als einer der Hype-Whiskys letzter Zeit in die Annalen einging, ihm jedoch nicht so zusagte. Aufgrund der Notes war meine Neugier geweckt und ich wollte das Sample nicht lange warten lassen. Hier die Rahmendaten und darauf folgend die Notes:
Farbe: Dunkelbraun mit kupfernem Rotstich
Nase: Pfirsiche und dunkle Trockenfrüchte haben sich, unterlegt von einer ganz leicht parfümierten Note, an der Spitze des Glases ausgebreitet. Das Parfüm geht nach einiger Zeit eher über in Glühwein, wieder ein wenig später geht es in jägermeisterähnliche Kräuternoten über. Mit Wasser kommt der Pfirsich stärker durch und dominiert das Geschehen.
Geschmack: Extrem trocken bitterer Antritt, kräftige Würzigkeit und eine minimale Fruchtnote. Etwas Bitterschokolade, die eine dezente Süße mit sich bringt. Die Tannine aus dem Fass sind jedoch allüberbordend und sorgen für starke Adstringenz am Gaumen. Für 10 Jahre Reifung wirklich ein erstaunlicher Fasseinfluss, der durch die massiven 66,7% ABV noch verstärkt wird. Da muss Wasser rein! 

"Tastingbücher gibt es wie Sand am Meer. Doch das von thepotstill.de hebt sich deutlich davon ab. Es ist endlich ein richtiges Buch in DIN A4, was ich ganz wichtig finde! Zudem mit sehr guter Gliederung und vielen nützlichen Infos. Ich werde auch weiterhin meine Drams dort verewigen."

Andre, Whisky-Blogger (andresfeinenotes.de)

HIER kannst Du das Tastingbuch GRATIS erhalten!

 

Mit Wasser: Hat der Whisky immer noch ordentlich Bums, die Bitterkeit hat jedoch deutlich zugunsten von hellen fruchtigen Noten nachgelassen. Weihnachtlich gewürzter Waffelteig wird ausgerollt und mit Zimt und Zucker bestrichen. Nach weiteren Fruchtnoten meldet sich jedoch sogleich wieder eine derbe Trockenheit, welche auch den Abgang einleitet.
Abgang: Lang und bittersüß, ein leichter Anklang von Karamell, stark überwiegend ist jedoch die immer noch aus dem Mundraum vorhandene Trockenheit. Leider kommt dann auch nicht mehr viel anderes!
Fazit: Als Krawallbruder wurde er von meinem geschätzten Kollegen Andre (andresfeinenotes.de) beschrieben. Besser könnte ich es auch nicht zusammenfassen! Selten passiert es mir, dass ich einen Whisky ohne Wasser kaum zu mir nehmen kann, hier ist dies jedoch der Fall. Unverdünnt sind die heftigen Tannine deutlich zu eindimensional und intensiv, mit Wasser öffnet er sich ein wenig. Insgesamt aber dennoch einer der vielen Whiskys letzterer Zeit, die eindeutig zu viel vom Fass abbekommen haben. 
Nachkauf: Nee!
Vielen Dank Bosch einmal an andresfeinenotes.de für das Sample!
(Der Beitrag enthält unbezahlte Werbung)

Älterer Post Neuerer Post